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Zwanzig Jahre nachdem Hoimar v. Ditfurth seine "Kinder des Welt- alls" schrieb, zwanzig Jahre, in denen die moderne Physik unser
Bild vom Universum immer wieder revidiert und ergänzt hat, schreibt David
Peat, Autor des Standardwerks "Die Entdeckung des Chaos", erneut
über uns Menschen als Kinder des Kosmos.
Die Diskussion, die Murray Gell-Man und Albert
Einstein mit ihren Weltbild-Entwürfen ausgelöst haben, führt nun in der
exaktesten aller Wissenschaften, der Physik, zurück zu der Frage, wie wir
uns selbst innerhalb des Weltalls sehen. Die den kosmischen Kräften
innewohn- ende Ordnung, die vom Urknall bis zum fernen Verschwinden des
Uni- versums im Nichts alles physikalische Geschehen regiert, hat der mo-
dernen Wissenschaft Muster offenbart, die zu einer neuen Form der
Naturwahrnehmung führen: Diese Muster nämlich kennzeichnen auch alle irdische
Materie, den Stein wie den Baum, also das Molekül wie das Leben. Schon
der Psychoanalytiker C.G. Jung hat sich mit dieser Synchronizität beschäftigt,
mit den Symbolen und Parallelen, die die Grenze zwischen Geist und
Materie, zischen innerer Erfahrung und objektiver Außenwelt überwinden.
Um aus der Erkenntnis paralleler Vorgänge in den Bereichen der Physik,
der Biologie und der Psychologie eine neue Wissenschaft zu schöpfen,
müssen die "akausalen Verknüpf- ungen", wie C.G. Jung das
Phänomen der Synchronizität nannte, zu einer sinnvollen Kausalität
gefügt werden. In der Auseinandersetzung darüber, was Leben eigentlich
sei, eine Entäußerung des Weltgeistes oder bloß die Frage nach dem Sinn
des Molekulargewichts, ist die Frage nach dem Sinn des biologischen Lebens
verleugnet worden oder einfach in Vergessenheit geraten. David Peats Buch
nimmt uns mit auf die Reise zum Knotenpunkt verschiedener
erkenntnistheoretischer Wege, der zugleich Ausgangspunkt für eine neue
Betrachtung des Zusammenspiels von Leben und Materie ist.
F. David Peat ist einer der renommiertesten Wissenschaftsautoren im
angelsächsischen Sprachbereich und ständiger Mitarbeiter des le-
gendären
Smithsonian Institute. Bislang veröffentlichte er elf Bücher,
überwiegend zu den Themen künstliche Intelligenz und Chaosfor- schung,
theoretische Physik und Mathematik.
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